„Kultur ist ein Wort mit sechs Buchstaben“

In der aktuellen Sendung der Blacksheep wird auf den letzten Tag vor den Ferien am Cantor-Gymnasium geblickt, wo der „Tag der Kulturen“ stattfand. Zudem war Eric von der Amnesty-International-Gruppe der Uni Halle in der Sendung zu Gast um über Menschen- und Kinderrechte zu sprechen.

Von der ersten Faser bis zum letzten Knopf

Jeder hat sie, jede nutzt sie, die Kaufhäuser hängen voll damit und ständig wechseln Formen, Farben und Materialien – Kleider werden massenweise produziert und wandern oft noch in gutem Zustand in den Müll. Blickt man auf die Textilindustrie, also auf die Seite der Produktion, fallen viele besorgniserregende Aspekte auf.

„Die Farbe der Saison erkennt man an der Farbe der Flüsse“, pflegt man in China zu sagen, wo neben Bangladesch und Indien viele der Kleidungsstücke hergestellt werden, die dann im sogenannten „globalen Norden“ verkauft werden. Aber nicht nur die Umwelt in den Produktionsländern hat unter der Textilindustrie zu leiden – auch Menschen, insbesondere Frauen, die in dieser Branche beschäftigt sind, werden um ihre Arbeitnehmerinnen-Rechte gebracht. Lena, die beim Jugendradio von Corax ihr Schülerpraktikum gemacht hat, hat die Textilindustrie unter die Lupe genommen und mit Viola Wohlgemuth gesprochen, die bei Greenpeace Deutschland als Chemie-Kampaignerin in der Detox-Kampagne arbeitet. Über die Arbeitsbedingungen vor allem für Frauen in der Textilproduktion informiert Katharina Edinger, die Pressesprecherin des FEMNET e.V. Zudem hat sich Lena in die Ausstellungen „Made in…“ und „Altkleider – do not wear“ von Nadja Winter, Isabelle Selwat und Aurelia Becker begeben, die noch bis zum 16. Februar in Halle zu sehen ist.

Musik – hören, produzieren und senden

Nilo vom Jugendradio hat sich in seinem Schülerpraktikum mit Musik beschäftigt. Dafür hat er einige Coraxe befragt wieso und wann ihnen Musik besonders wichtig ist. Um Musik hören zu können muss diese erst einmal produziert werden.
Um herauszufinden worauf es bei der Produktion ankommt hat Nilo Herr Michael Wünsche in seinem Studio getroffen. Herr Wünsche hat sich mit seinem Tonstudio horchmal! vor allem auf das Aufnehmen und Produzieren von klassicher Musik spezialisiert.
Musik wird natürlich auch hier bei uns im Sender hörbar gemacht und über den Äther gesendet. Was ein Radiostudio alles braucht hat Nilo den Ben aus der Sendetechnik gefragt.

Vor 75 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit

Am 27.1.1945 befreite die Rote Armee das Arbeits- und Vernichtungslager Auschwitz. Seit 2005 ist dieser Tag der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust und von den Vereinten Nationen zum Gedenktag ernannt. Gedenkarbeit ist vor allem auch Bildungsarbeit und Bildung, die geht alle an. Auch junge Menschen.

Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz widmet sich die aktuelle Jugendradio-Sendung dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und stellt insbesondere einem Jugendprojekt vor, das Gedenken, Bildung und Begegnung miteinander verbindet. Im Dezember 2018 trafen sich deutsche und italienische Jugendliche in Berlin Schöneweide zur Jugendbegegnung und zum Gedenkprojekt. Initiiert wurde die Jugendbegegnung von dem Dokumentationszentrum Zwangsarbeit in Berlin Schöneweide und von dem italienischen Gedenkverein Istoreco. Daran beteiligt waren zwei Schulen – und Radio CORAX. Im Rahmen dieses Projekts beschäftigten sich die Jugendlichen mit der Geschichte des Nationalsozialismus, der Verfolgung und Vernichtung im NS und dem italienischen Faschismus – und produzierten dazu Radiobeiträge, die hier nachhörbar sind.

Die Geschichte von Computerspielen und ihr Nutzen

Nils und Paul spielen in ihrer Freizeit sehr gerne Computerspiele. Deswegen haben sie sich auch in ihrer aktuellen Sendung damit beschäftigt. So haben sie zum Beispiel mit Mascha Tobe vom Computerspielmuseum in Berlin über die Geschichte der Computerspiele gesprochen. Außerdem haben sich die beiden gefragt wieso das Spielen am Computer immer nur eine Freizeitbeschäftigung bleibt und nicht auch mal in Schulen sinnvoll eingesetzt werden kann. Fragen dazu haben sie dem Spiel- und Medienpädagogen Max Neu gestellt.

Jugendhilfeplanung und „tumult“ in Halle

Der Stadtschülerinnenrat und der Kinder- und Jugendrat beschäftigen sich ja oft in ihren Sendungen mit Engagament, rund um die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in Halle. Wie aber wird bestimmt was Kinder und Jugendliche in einer Stadt brauchen? Und wenn man Bedarfe ermittelt hat, was passiert dann um diese umzusetzen? Das haben Nina, Sammy und Sophie Frau Stephanie Goy gefragt. Sie ist die Jugendhilfeplanerin der Stadt Halle. Ein Projekt welches die Wünsche von Jugendlichen bald ganz praktisch umsetzen möchte, ist die Jugendberatungsstelle tumult in Halle. Dieses eröffnet am 24.1. in der Neustädter Passage 1. Über das Projekt haben wir mit Stefanie Schmidt und Daniel Brandhoff gesprochen.

BestOff von den Stadtschülis und dem Jugendrat

Jamie und Vitus hören mit euch in die Lieblingssendemomente des Stadtschülerinnenrats und des Kinder- und Jugendrats aus diesem Jahr. Mit dabei ist der letzte Schultag von Nina, ein Interview zu Minisatelliten, unsere Sendung die einen Europamedienpreis gewonnen hat und der Kinderrechtetag vom 20. November.

Die DramaLamas sprechen über Mode

Wir möchten beim Jugendradio eine neue Gruppe Sendungsmachende begrüßen: Die DramaLamas! In ihrer ersten Sendung haben sich Elli, Mine und Franzi mit dem Thema Mode beschäftigt. Dafür sind die Drei auf die Straße gegangen und haben andere gefragt, wie wichtig ihnen Mode ist. Außerdem haben sie mit Alex gesprochen. Die hat aus ihrem Hobby nämlich einen Beruf gemacht und ist jetzt Modedesignerin. Nicht jede*r hat den Luxus sich viele Gedanken über Mode machen zu können, da sie zu arm sind, um sich überhaupt neue Sachen leisten zu können. Solchen Menschen möchte unter anderem der Umsonstladen in Halle vom Postkult e.V. unter die Arme greifen. Außerdem möchte der Laden Lösungen gegen unsere Wegwerfgesellschaft schaffen. Wir haben den Umsonstladen mit einem Aufnahmegerät besucht und eine ehrenamtliche Mitarbeiterin interviewt.

Jahresrückblick 2019

Wie schon im letzten Jahr wollten wir auch für 2019 hören was alles so in den verschiedenen Kinder- und Jugendredaktionen passiert ist.
Deswegen haben die Grünschnäbel, die Graureiher, die Muckefux, Adrian, Janik vom deutsch-spanischen Jugendaustausch und die Blacksheep zusammen live gesendet und ihre Lieblingsmomente aus diesem Jahr mitgebracht.

 

Viel Spaß beim Hören und einen guten Rutsch,
wünscht das Jugendradio bei Corax!

Der Zufall

Novi Sad (Serbien) um 1910.

Was ist eigentlich Zufall? In welchem Verhältnis steht er zum Schicksal? Ist das eine Glaubensfrage oder doch eher physikalisches Gesetz? Diese und noch viele weitere Fragen stellten die Blacksheep Menschen auf der Straße, dem Physiker Florian Aigner und Dr. Eva Froitzheim vom  Kunstmuseum in Stuttgart. Die Interviews sind eingebettet in Musik von Komponisten der Aleatorik wie John Cage und Stockhausen.

Rassismus in der Schule

Der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist deutschlandweit an viele Schulen vergeben. Man ist sich also sehr wohl bewusst darüber, dass Schule ein Raum sein kann in dem Menschen tagtäglichem Rassismus und Diskriminierungen ausgesetzt werden können. Zwischen den Mitschülern aber auch durch das Lehrpersonal oder auch unter dem Lehrpersonal selbst werden solche Vorfälle immer wieder gemeldet. Die Dunkelziffer nicht gemeldeter Diskriminierungen vermutet man umso höher. Einer der Gründe wieso der LAMSA e.V. eine Podiumsdiksussion zum Thema „Rassismus und Diskriminierung in der Schule“ am 12.12.2019 veranstaltet. Maya und Hannah von Blacksheep haben im Vorfeld der Veranstaltung mit geladenen Gästen und Veranstalterinnen über das Thema gesprochen. Über die Verbreitung von Rassismus aber auch Lösungsansätze und Betroffenenperspektiven haben sie mit Professor Karim Fereidooni von der Uni Bochum, mit Sandra Abed vom LIFE e.V. aus Berlin und mit Mary Lange von LAMSA e.V. und dem Projekt Entknoten gesprochen.

„Komische Lebewesen“

Die feuchte Herbstzeit treibt viele ins Warme und Trockene – manche aber nutzen diese Jahreszeit, um genau das Gegenteil zu tun: Sie packen sich Fachliteratur und Körbe ein und gehen in den Wald um Pilze zu sammeln. Die Grünschnäbel gehen in ihrer aktuellen Sendung der Frage nach, was Pilze denn überhaupt sind – und müssen feststellen, dass auch die Großen das oft gar nicht so genau wissen. Außerdem hat Maud von Lampe vom Umweltzentrum Franzigmark (BUND) extra Pilze gesammelt und mit ins Studio gebracht. Sie gibt ausführlich Auskunft über diese „komischen Lebewesen“ und sagt, was beim Pilze-Sammeln und Verzehren unbedingt beachtet werden muss.

Essen ist zum Essen da!

In Deutschland landen pro Jahr über 10 Millionen Tonnen Lebensmittel in der Mülltonne. Anderswo auf der Erde leiden Menschen an Hunger. Gerade in der Weihnachtszeit wird viel gegessen – und dementsprechend viel weggeschmissen. Wie kann man Lebensmittelverschwendung vermeiden und wie würde sich das auf die Situation weltweit auswirken? Diesen Fragen gehen die Muckefux in dieser Sendung nach und haben Menschen aus ihrem Umfeld befragt, sowie Anne-Catrin Hummel vom Deutsche Welthungerhilfe e.V.

Virtuelles Leben

Ab wann wird digitales Spielen zur Sucht? Das haben sich so einige der Audaxe gefragt, die selber gerne Stunden am Computer oder der Konsole verbringen. Um herauszufinden wie andere ihre Freizeit nutzen, sind wir auf die Straße gegangen und haben alle gefragt, die uns vor das Aufnahmegerät gelaufen sind. Weil wir aber auch herausfinden wollten ab wann man eigentlich von einer Sucht sprechen kann und was man dagegen machen kann, haben wir mit Andreas Niggestich von „Digital – voll normal“ gesprochen. Er hat uns dann auch auf die Idee gebracht uns über den Umgang im digitalen Raum Gedanken zu machen. Was genau hinter Cybermobbing und dem sogenannten hate speech steckt fragten wir also im Anschluss Peter Sommerhalter vom Bündnis gegen Cybermobbing.

30. Kinderrechtetag

Alle Kinder haben die gleichen Rechte. – Kinder haben ein Recht auf Schutz und Fürsorge durch ihre Eltern. – Jedes Kind hat ein Recht auf eine Identität und auf Familie. – Kinder dürfen nicht willkürlich von ihrer Familie getrennt werden. – Kinder haben nicht nur ein Recht auf Bildung, sondern auch die Pflicht zum Schulbesuch. – Kinder haben das Recht auf Erholung und Spiel. – Kinder haben das Recht, sich zu informieren, eine eigene Meinung zu haben und an Entscheidungen beteiligt zu werden, die sie betreffen. – Jedes Kind hat das Recht auf einen bestimmten Lebensstandard. – Kinder dürfen nicht arbeiten oder ausgebeutet werden. – Kinder müssen vor körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt geschützt werden. – Behinderte Kinder haben ein besonderes Recht auf Fürsorge und auf ein aktives und möglichst selbstständiges Leben. – Kinder brauchen besonderen Schutz im Krieg und auf der Flucht.

Am 20. November 2019 sind die Kinderrechte der Vereinten Nationen 30 Jahre alt geworden. Anlässlich dieses Jubiläums hat das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit Städten und Gemeinden deutschlandweit zu Aktionen aufgerufen. Eine dieser Aktionen fand auch in Halle (Saale) statt. Viele Kinder haben an einer Kinderrechte-Wimpelkette gebastelt und diese durch die Innenstadt von Halle getragen um auf ihre Rechte aufmerksam zu machen. Vor Ort waren auch einige Jugend-Reporter*innen um Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu dem Thema zu befragen und ihre Wünschen zum Umgang und zum Miteinander einzusammeln.